VOYOM: Therapie mit dem Stimmschall im Körper

Eine erste Erkundung

Workshopnummer: WS5

In diesem Workshop geht es um die Stärkung psychischer Resilienz durch Achtsamkeit für den Stimmschall im Körper beim Summen zu Gesten und Tanzbewegungen. Allein die Erfahrung von Vibration durch den Stimmschall in einer Körperregion kann schon die Befindlichkeit verbessern. Es stellt sich die Frage, ob es gelingen kann, auch den Körperschall der eigenen Stimme ähnlich wie ihren Luftschall als eine Art Klang zu empfinden und so eine stärkere Verbindung zum Seelischen herzustellen. Dazu liegt es nahe, die körperlichen Schallempfindungen tanzend und singend mit seelischen, geistigen und emotionalen Inhalten zu verbinden. Beim Voyom summt man, denkt sich dazu einen Text, macht Gesten oder tanzt. Dabei verfolgt man den Körperschall der Stimme. Dazu wird u.a. ein Bodyscanschema verwendet. Im Workshop werden eine Basisübung und die leicht erlernbaren Voyomtänze INTRO und FREUDE erarbeitet und besprochen. Positive Erfahrungen liegen im Bereich von Einzelpersonen und Kleingruppen vor. 

Termin: 29. Bad Nenndorfer Therapietage (BNTT) 2026 –
Schlaffhorst-Andersen in Wissenschaft und Praxis
             Samstag, 28.11.2026, 11:30 Uhr – 13:00 Uhr und/oder 14:30 Uhr – 16:00 Uhr
             Dauer: 90 Minuten

Dr. Heinz Stolze
Heinz Stolze wurde 1949 geboren und wuchs in einer Vertriebenenfamilie auf, in der die Eltern sich mit Klavierspiel und Singen immer wieder Kraft und Zuversicht verschafften. Mit 14 Jahren machte er ihnen das nach und hatte eine prägende Begegnung mit der Winterreise von Schubert. In den letzten Jahren auf dem Gymnasium wollte er wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält, studierte dazu Physik und promovierte 1977 auf dem Gebiet der Quantenoptik. Es folgte eine zehnjährige Tätigkeit als Entwicklungsingenieur in der Raumfahrtindustrie. 1978 brachte die Begegnung mit dem von ehemaligen Massachusetts Institute of Technology-Mitarbeitern entwickelten Speechlab eine berufliche Wende hin zur Untersuchung von Klängen, zunächst der Orgel, dann vor allem der Stimme. Dieser Weg führte weiter zur Ausbildung in Funktionalem Stimmtraining und Forschung am Lichtenberger Institut und am kooperierenden Institut für Arbeitswissenschaft an der TH Darmstadt. Es folgten einer Reihe von Publikationen, Vorträgen und Workshops (regelmäßig auf den Stuttgarter Stimmtagen) und die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Stimme unter H. Gundermann und U. Kutter. 2009 führte ihn eine schwere Krebserkrankung mit sich anschließender Depression auf einen neuen Weg, indem er sich nach mäßig erfolgreichen Therapien auf seine Stimme und ihren kreativen Einsatz besann. So konnte er sich so von der Unerträglichkeit seiner Depression befreien. Dabei erwies sich die Beschäftigung mit dem Stimmschall, der den eigenen Körper durchtönt, als besonders hilfreich. Es begann mit Summen und der Idee, den Schall im Körper nicht nur als Vibration zu fühlen, sondern auch klangartig wahrzunehmen. Diese VOYOM-Übungen (VOkal, achtsam wieYOga, suMmen) wurden angereichert mit Gesten und Tanzbewegungen. Sie werden allein oder mit anderen zusammen ausgeführt. So entstand eine Methode, sich gut zu stimmen und vor allem psychische Resilienz und Handlungsfähigkeit zu fördern. Heinz Stolze hat zusammen mit seiner Frau eine Tochter und zwei wunderbare Enkelkinder, für die er sich eine lebenswerte Zukunft wünscht.